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Warum einem am Anfang nichts einfällt und dennoch der Anfang der Beginn

von etwas ganz Großem ist.

 

Die Webseite ist fertig. Ja, das habe ich geschafft. Nach Monaten, gefühlten Jahren,
ist meine Webseite online. Gut. Ich hätte auch einen Fachmann dran lassen können.
Der hätte es vermutlich in der hundertfach kürzeren Zeit geschafft. Aber da trat eine
meiner Eigenschaften hervor: Wie nennt man das. Perfektionismus? Der Ehrgeiz
alles perfekt machen zu wollen. Und am liebsten selbst.
Ja, das trifft es. Ich habe mir was vorgenommen. Ich gehe es an. Und irgendwann
komme ich dahin, wo ich hin wollte.
Mit der Webseite hat es nun funktioniert.
Nun ist mein Leben als Fotograf dran.
Welches genau genommen noch kein Leben als Fotograf ist. Sondern eher ein
Leben als Familienvater mit einem Job beim Radio. Bei den Öffis. In Frankfurt.
Doch jetzt kommt wieder dieser Ehrgeiz ins Spiel: Ich will ein Leben als Fotograf
führen. Und das glücklich mit meiner tollen Familie leben.
Nun sind wir aber noch da, wo die Webseite, bzw. dieser Artikel zu Beginn auch war:
am Anfang. Doch die ersten Zeilen sind gemacht. Es geht voran.
Genauso geht es mit der Fotografie voran.
Als ich anfing, das war Ende 2013, da war ich so stolz auf meine ersten Bilder.
Hochgeladen bei diversen Fotocommunities und natürlich auf facebook. Und ich war
glücklich – yeah: drei likes. Drei Menschen mochten mein Bild.
Und heute? Heute muss ich leicht über meine ersten Werke schmunzeln, aber nicht
ohne den gehörigen Portionen Respekt und Anerkennung für die ersten
Gehversuche.
Heute poste ich auch nur noch ganz selten auf facebook.
Ich wehre mich dagegen, anderen Menschen in den Arsch zu kriechen, deren Bilder
blind zu liken, zu kommentieren, ach wie schön die seien. Nur, um von denen die
Anerkennung in Form von likes zurück zu bekommen. Facebook ist eine Herde.
Voller Wiederkäuer. Alle machen dasselbe. Immer wieder. Und das gegenseitig. Und
so kommen sie auch zu likes. Das ist nichts für mich. Meine Seite gibt es auf
facebook. Doch ich poste nur sporadisch und umso sporadischer sind demzufolge
die likes.
Nun habe ich meine ersten Erfahrungen mit der Fotografie, mit den sozialen Medien
also gemacht. Gelernt, sie zu brauchen, wenn sie mir was bringen. Z.B. um nach
Models Ausschau zu halten und Shootings zu vereinbaren.
Jetzt geht es weiter. Ich möchte weiteres lernen. Lernen, wie meine Bilder
Menschen erreichen, ohne dass sie von Sozial Medias weitergescrollt werden.
Dass sie vielleicht auch mal an der Wand bei jemandem hängen. In Magazinen
gedruckt werden. Dass Menschen interessiert sind, meine Workshops zu besuchen.
Das ist jetzt erst mal mein nächstes Ziel. Und so entfernen wir uns immer mehr vom
Anfang.
Der aber so wichtig war. Denn sonst gäbe es nicht unzählige Bilder, mit schönen
Menschen, die ich fotografieren durfte. Und der Gedanke an ein Leben als Fotograf
gäbe es auch nicht. Also blicke ich gerne zurück auf den Anfang. Den Beginn von
etwas ganz Großem. Und ich blicke voraus. In eine Zukunft mit einem Leben als
Fotograf.

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